Wichtiger Beschluss der Wasserbehörde


Am 17. Dezember 2009 stand der Bebauungsplan und der Wasserbeschluss über die Grabenstruktur des Dwingelderveld auf der Tagesordnung des Verwaltungsrats der Wasserbehörde Reest und Wieden. Der Rat hat den Entwurf definitiv festgestellt. Er hat die eingebrachten Sichtweisen und vorgestellten Planänderungen mit einbezogen.

Verzögerung

Die Wasserbehörde hat das Problem und die Lösungsvorschläge als “Bebauungsplan und Wasserbeschluss und Grabenstruktur NP Dwingelderveld” beschrieben. Manche Bürger haben Änderungen eingereicht, andere haben ihre Sorgen über eine Vernässung geäußert, komplett inklusive konstruktiver Vorschläge. Die Abhandlung aller Meinungen und Anmerkungen hat länger als üblich gedauert. Dies wurde verursacht durch u.a. die folgenden Punkte:

¿ Die Entscheidung der Gemeinde Westerveld über die Straße Lhee Kraloo

¿ Die Wahl eines neuen Verwaltungsrats Reest und Wieden

¿ Die gesetzliche Prüfung des Plans bezüglich der Naturschutzgesetze. Hierfür waren weitere Untersuchungen von Nöten.

Wasser festhalten

Dies alles hat zu einer Anzahl Planänderungen geführt, zum Beispiel Anpassungen des Kadetracés Kloosterveld und Anpassungen des Kadetracés und das Anlegen einer Spule auf dem Leisloot. Weiterhin muss die bestehende Entwässerung Voor de Broeken beachtet werden. Die Wasserbehörde steht hierbei zur Beratung zur Verfügung. Für eine Lösung des bestehenden Ärgernisses wird ein Plan erarbeitet. Als Folge der Naturprüfung wird es keine sogenannten “knijpstuwen” (“Kneifstaudämme”) im Dwingelderveld geben, sondern werden spezielle Wehre an den Rändern des Dwingelderveldes eingesetzt. Somit kann eine große Menge an Wasser vorübergehend gehalten werden, wenn es übermäßig starke Regenfälle gegeben hat. Wenn der Gipfel durch die Becken weggeströmt ist, wird das festgehaltene Wasser hinter diesem Gipfel abgeführt. Dies ist vergleichbar mit dem “Reißverschlusssystem” von Autos auf der Autobahn, um einen Stau zu vermeiden. Wasserstau hatte oft nasse Füße in den Bachtälern und in Meppel zur Folge. Um ein Auge auf alles zu haben, installiert die Wasserbehörde zusätzliche Messpunkte und wird der Wasserstand auch in den Bachtälern außerhalb des Nationalparks gemessen. Diese Messdaten werden in Kürze auf der Webseite von Reest und Wieden aufgelistet.

Große Verbesserung

Mit dem Wasserbeschluss löst das Wasseramt die interne Austrocknung auf einer Fläche von 2.100 Hektar weitgehend auf. Die Wasserstände, die erforderlich sind, um die Natur zu erhalten und zu verbessern, kommen so in Reichweite. Für die anderen Maßnahmen sind die Verwalter verantwortlich. Wenn sie entlang der Gräben den Wald in Heide umformen, ist die interne Austrocknung zu 100% gelöst. Nadelholz verbraucht nämlich bis zu 75% des gesamten Wassers, das vom Himmel fällt.

Überlauf

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Durch den Klimawandel ist es notwendig, um Platz für Wasser zu schaffen. Natur und Wasserretention zu kombinieren ist oftmals einfach. Im Dwingelderveld kann bei heftigen Regenfällen 1,25 Millionen Kubikmeter Wasser gesammelt werden – mit einem Minimalschaden für die Natur. Unter diesen extremen Umständen haben auch einige landwirtschaftliche Parzellen und auch der Bungalowpark am Leisloot Probleme mit der Wassermenge. Die Lösung bietet ein Überlaufgebiet an der Nordseite des Leisloot auf dem Grund von Natuurmonumenten. Diese Maßregeln sind ein Teil des Bebauungsplans Dwingelderveld.

Anserveld und Moraine

Für das Anserveld und das Landwirtschaftsgebiet Spier Moraine wird im Jahr 2012 mit der Einrichtung einer Wasserverordnung gestartet. Das Landwirtschaftsgebiet Spier Moraine führt dann einen Teil des übermäßigen Wassers in das Dwingelderfeld ab. Hierfür wird nun nach einer anderen Lösung gesucht. Wir beginnen mit einem Start-Meeting in dem Gebiet, in dem wir Bestandsprobleme inventarisieren wollen. Die Wasserbehörde stellt dort einen Aktionsplan vor. Im Anserveld gibt es zusätzliche Möglichkeiten für eine Wassersammlung bei extremen Regenfällen.