Schallmauer wird Visitenkarte vom Dwingelderveld


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Unterteil der Einrichtungspläne für das Dwingelderveld ist eine Schallmauer entlang der Autobahn A28, die über die gesamte Länge des Parks gebaut werden soll. Eine gerade, starre Schallmauer ist natürlich nicht geeignet. Darum hat die Verwaltungskommission einen Wettbewerb für drei Landschaftsarchitekten gestartet, um eine funkelnde und ansprechende Entwurfsidee für die Mauer zu erhalten. Parklaan Landschapsarchitecten bekamen letztendlich den Auftrag, ihren Entwurf weiter auszuarbeiten. Veldspraak sprach mit Aleks Droog, dem Designer des (siegreichen) Entwurfs.

Was sind die Kernideen hinter Ihrem Design?

Jedes mal, wenn ich an einer Schallmauer vorbeifahre, frage ich mich, was sich dahinter wohl verbirgt. Das dachte ich auch, als ich auf der A28 fuhr, das ANWB-Schild über den Nationalpark sah und wirklich nichts von dem eigentlichen Park mitbekam. Ich sah weder Heide, noch Moor-Seen – nichts. Später bemerkte ich, dass das Dwingelderveld größtenteils aus Wald besteht. Auf meinen Gedanken über einen Park, der aus Wald und Heide besteht, werde ich später noch einmal in meinem Entwurf zurückkommen. Deshalb haben wir den Entwurf in zwei Hälften unterteilt: Nördlich des Viadukts in der Nähe von Spier bekommt die Schallmauer Waldakzente, südlich hiervon bekommt sie einen Heidecharakter. Sie müssen doch an der Schallmauer erkennen können, was sich dahinter verbirgt. Daher wird die komplette Schallmauer eine Visitenkarte des Nationalparks werden.

Wie wird die Schallmauer demnächst aussehen?

4b291406c713126102851419bcfadcfaEs wird keine steife, gerade Schallmauer geben. Das Dwingelderveld befindet sich nicht in Zeeland. Nein, es wird eine sich schlängelnde, leicht glühende Mauer, die zu einer Heide- und Flugsandlandschaft passt. Auch der Waldteil der Mauer wird glühend, denn der damals angepflanzte Wald befindet sich in einer glühenden Umgebung. Schauen Sie doch einmal neben die A28. Dort sind überall alte Flugsandhügel zu erkennen. Im Waldteil werden schon bald viele verschiedene Bäume wachsen. Der Heideteil bekommt einen wirklichen Heidecharakter. Die Heide wird direkt bis an den Asphalt gehen. Auch der Mittelstreifen bekommt in unserem Entwurf einen Heidecharakter. Ich glaube auch wirklich, dass dort schon bald Heide wachsen wird. Stellen Sie sich doch nur vor, dass die Heide dort schon bald blühen wird. Dann haben Sie eine Autobahn, die mitten durch eine lilafarbene Landschaft führt!

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Veldspraak hat vernommen, dass es einen Aussichtsturm geben wird. Stimmt das?

Ja, wir wollen, dass die Schutzmauer einen Teil einer Wanderroute ausmacht. Vom Orientierungszentrum neben Hotel Van der Valk können Sie dann bis zum Schutzwall hin laufen, in dem ein Aussichtsturm eingebaut sein wird. Von dort oben wird die Heide in all ihrer Pracht zu bewundern sein. Wir denken dabei an einen kompakten Turm in Form eines Tieres, zum Beispiel ein Heideschaf. Diese Ideen müssen wir aber noch weiter ausarbeiten, vielleicht wird alles ganz bald schon anders aussehen. Aber reizvoll wird es sicherlich.

Beim Terhorsterzand schneiden sich Schutzwall und Wildbrücke. Was wollen Sie daran tun?

Der Übergang von Dwingelderveld zum Terhorsterzand muss ein elegantes Element in der Landschaft werden. Ich selbst denke dabei an eine Art große Düne, die quer über die A28 verläuft und somit mit drei Tunneln für den Verkehr versehen ist. Keine starre Angelegenheit, sondern ein natürliches Element, das aussehen soll, als ob es dort schon seit Ewigkeiten steht. Natürlich gibt es auch Bäume und Sträucher auf der Wildbrücke, so dass es nicht gerupft aussieht. Ja, die erste Wildbrücke über die A28 in Drenthe wird etwas ganz besonderes!

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