Wasser kann seinen Lauf nehmen


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Das vorläufig letzte Stück der Einrichtung war die Abschwächung der “Linie 20”. So wurde der tiefe Entwässerungsgraben, der das Dwingelderveld durchkreuzte, genannt. Der Graben wurde zur Zeit des Abbaus des Noordenveldes gegraben, um das landwirtschaftliche Gebiet zu entwässern. Die Austrocknung der Heide, was das unmittelbare Ergebnis dieses Eingriffes war, ist nun beendet. Die natürliche Situation ist wieder hergestellt; nun kann das Wasser wieder seine eigenen, gewundenen Pfade durch die Gräben ziehen.

Der Wasserstand steigt.

Es gab zwei Gründe, warum diese Unterdrückung erst spät mit in die Planung einbezogen wurde. Zunächst musste die Oberschicht ausgegraben und abtransportiert werden. Erst nachdem alle Transporte absolviert waren, konnte der Asphalt entfernt werden. Ansonsten bestand die Gefahr, dass andere Aktivitäten, wie der Bau des Radweges mit Stegen buchstäblich ins Wasser gefallen wären. Der Abschwächung von Linie 20 gingen verschiedene Wassermaßnahmen voraus. So wurden alle kleineren Kanäle im Noordenveld geschlossen. Über das komplette Heidegebiet wurden unauffällige, aber gezielt eingesetzte Wehre platziert, die das Wasser in den kommenden Jahren in die richtige Richtung leiten wird. Viel auffälliger sind die dreieckigen Wehre an den Rändern des Gebietes. Diese sorgen dafür, dass das Dwingelderveld bei starken Regenfällen zusätzliches Wasser sammeln kann.